Anlagegold

Wer ernsthaft größere Geldbeträge in Gold anlegen möchte, sollte um auf Nummer sicher zu gehen am besten auf klassisches Anlagegold zurückgreifen. Das wären einmal Anlagemünzen bzw. Goldmünzen wie der Krügerrand, American Eagle, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker und Goldbarren von den Herstellern Degussa (inzwischen Umicore), Credit Suisse, Heraeus und Valcambi.

Dieses Anlagegold kann man normalerweise beim Goldhändler oder auch bei einigen Banken jederzeit kaufen und verkaufen. Auf keinen Fall sollte man Anlagegold aufgrund des hohen Wertes bei Auktionshäusern oder aus anderen Quellen erwerben, wo nicht für die Echtheit der einzelnen Stücke garantiert werden kann. Aufgrund der Preise ist allerdings oft der Goldkauf bei einem seriösen Edelmetallhändler am attraktivsten.

Der große Vorteil gegenüber einem Goldkonto ist bei physischem Gold, dass man jederzeit darauf zugreifen kann. Gerade in der momentanen Zeit ist im Finanzmarkt auf jeden Fall Vorsicht geboten, was wir allerdings ausdrücklich nicht nur auf Goldkontos sondern auf sämtliche Anlageformen von Banken (Fonds, Sparverträge etc.) zutrifft. Abgesehen davon ist Gold derzeit noch sowohl von der Abgeltungssteuer als auch von der Mehrwertsteuer befreit. Das muss allerdings nicht immer so bleiben. Darum sollte man sich möglichst mit Goldmünzen und Goldbarren bevorraten, solange dies noch möglich ist.

Leider haben die Goldhändler derzeit aufgrund der hohen Nachfrage mit starken Lieferproblemen zu kämpfen, doch mit etwas Suche sollte sich noch ein Goldhandel finden lassen, der noch etwas Gold verkaufen kann. Es ist auf jeden Fall absehbar, dass die Nachfrage weiter steigen wird und welche Mengen Gold dann überhaupt noch bis zum Endkunden gelangen, ist ausgesprochen fraglich. Derzeit scheinen auch nur wenige daran interessiert zu sein, ihre vor längerer Zeit gekauften Edelmetalle trotz hoher Gewinne wieder zu verkaufen, was ebenfalls nachvollziehbar ist, denn bisher gibt es keine Anzeichen für eine Erholung vom Goldpreis und Silberpreis.