Das Goldkonto

Eine recht neue Art der Kapitalanlage die von den ersten Banken ihren Kunden angeboten wird, ist das sogenannte Goldkonto. Es wird also regelmääsig ein bestimmter Betrag in der jeweiligen Währung auf das Goldkonto eingezahlt und das Geld wird dann direkt in echtes Gold investiert – das zumindest versprechen die jeweiligen Banken. Ein großer Vortiel dabei ist, dass man nur einen sehr geringen Aufpreis zahlen muss, während man physisches Anlagegold (also Gold das man direkt beim Edelmetallhandel kauft) einen deutlichen höheren Aufpreis auf den tatsächlichen Goldpreis zahlen muss.

Als Besitzer eines Goldkontos kann man sich den Betrag angeblich jederzeit mit entsprechender Voranmeldung direkt auch in Gold auszahlen lassen. Das klingt natürlich im ersten Moment nicht schlecht, wobei doch in der Realität wahrscheinlich nichts über echtes Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren geht, auf das man schnellen und direkten Zugriff hat.

Es ist aber davon auszugehen, dass das Goldkonto bald auch in der breiten Masse stärker beworben und auch in Anspruch genommen wird, den nichts geht über eine Altersvorsorge in Edelmetallen, die im Gegensatz zu Bargeld nie ihren völligen Wert verlieren können. Denn Gold ist schon seit Tausenden von Jahren ein akzeptiertes Zahlungsmittel und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird das in Zeiten von Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Immobilienkrise und Griechelandkrise auch so bleiben.

Die Sparda-Bank Hamburg bietet neuerdings (Stand 01.04.2010) ihren Kunden an, die Zinsen der bestehnden Konten direkt in infaltionsgeschützt und sicher in Gold anlegen zu lassen. Mit dem neuen SpardaGold Konto bekommt man die Zinsen in Höhe von 1,5% pro Jahr, die dann direkt am Jahresende in purem Gold ausgezahlt werden (in diesem Jahr aufgrund der Fussball-WM in Krügerrand aus Südafrik). Bei dem derzeitigen Goldpreis wird sich das aber nur lohnen, wenn man wirklich hohe Geldbeträge bei der Bank anlegt. Eigentlich eine nette Idee, fragt sich nur zu welchem Preis man den Krügerrand dann bekommt, denn oft können Edelmetallhändler im Internet deutlich bessere Preise anbieten, können allerdings vielleicht auch nicht unbedingt mit der Seriösität einer großen Deutschen Bankanstalt nicht mithalten. Ganz abgesehen davon sind die Banken leider in den letzten Jahren aufgrund einer sinkenden Goldnachfrage auch fast überall den Goldhandel eingestellt.

Da Aktien und Fonds momentan nicht unbedingt positiv laufen, werden Edelmetalle und insbesondere Gold auch weiter stark an Interessenten gewinnen und dabei sollte man auch bedenken, dass Gold nur sehr begrenzt verfügbar ist und möglicherweise eines Tages nicht mehr so einfach Gold beim Edelmetallhandel zum Verkauf steht.

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